Pavlo Petri, Porto Kayio, Limeni & Böen mit 54 Knoten
Wir starten wirklich (und das ist bei der
Showtime etwas Besonderes) um 07.35 mit dem Ziel Pavlo Petri. Die Messalina ist
uns wie immer ein wenig voraus und als wir ankommen haben wir wunderbaren
Sonnenschein aber dennoch 20 kn Wind. David rüstet sich mit Unterwasserkamera,
Flossen und Schnorchel aus und Enzel folgt ihm in die Fluten. Nach ca. 40 Minuten kehren die beiden zurück und David berichtet von Mauern, Häusern und einem Grab – Enzel konnte leider nichts entdecken.
Unser nächstes Ziel ist Porto Kayio. Wir haben 9 kn Wind und wir machen eine
lange Querfahrt, das sind optimale Bedingungen für den Fischfang. David hat
500 m Leine und einen speziellen Blinker mitgebracht, der als Köder für
Thunfische & Goldmakrelen gut geeignet ist. Mit kleinen Dingen gibt sich
die Showtime nicht ab J. Um exakt 11.20 legen wir die Schleppangel aus, bei 250 m Tiefe und
bei einer Geschwindigkeit von 4,9 kn. Wieso ich das so genau weiß? Weil dieses
Ereignis dem Skipper Willi und dem Co-Skipper David einen Eintrag ins Logbuch
wert ist.
Die Crew überlegt schon, wie wir den Fang an Bord holen werden und wie wir den
Thunfisch zubereiten sollen? Ob wir die Crews der beiden anderen
Flottillenboote bekochen oder ob wir den Rest unserer Beute (weil viel zu viel)
an ein Restaurant verkaufen werden? Um 14.10 holen wir die Schleppangel wieder
ein. Vielleicht kappt es ja beim nächsten Mal.
Als wir Porto Kayio erreichen frischt der Wind auf. Wir sind in Sicht und Funkkontakt mit Messalina & Hermes und Messalina erkundet die Bucht von Porto Kayio. Leider sind die 35 kn auch in der Bucht und es ist zu wenig Platz für drei Boote. Also beschließen wir, Ankerbuchten entlang der Küste zu erkunden. Leider ist keine groß genug für uns alle.
Deshalb definieren wir ein neues Ziel – Limeni
– und bei 35 kn setzen wir Segeln. Jetzt geht’s erst richtig los. Der Wind
erreicht stolze 40 – 42 kn mit Böen bis zu 54 kn. Wir sind alle in
Schwimmwesten und angeleint und segeln durch die rauhe See. Der Wind kommt aus NE und das ist gut so,
weil damit die Welle keine Gelegenheit hat sich richtig aufzubauen. Die Wellen
sind max. 1 Meter. Wir segeln noch 2,5 Stunden mit diesen Bedingungen. Wir
erreichen mit unserer Badeplattform sogar 9 kn. Nach unseren Berechnungen ist
das die max. Rumpfgeschwindigkeit.
An der Hermes, die vor uns liegt, können wir sehen, was die Böen dann gleich mit uns machen werden. Die Messalina fährt unter Motor in die Bucht Limeni. Für uns alle sind Böen bis 54 kn etwas komplett Neues und wir merken, wie uns diese Erfahrung weiterentwickelt. Als der Wind ein wenig nachlässt (auf 35 kn) wollen wir doch glatt wieder mehr Segel setzen. Unser umsichtiger Skipper verhindert dieses Ansinnen.
Wir ankern bei 35 kn in der Bucht Limeni und
vereinbaren eine alle 2 Stunden wechselnde Ankerwache. Gott sei Dank wird nach
der ersten Schicht der Wind deutlich weniger und so bekommen wir alle genügend
Schlaf.


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