Von Pylos nach Katakolon ...

Zu unserer Überraschung ist heute ist einmal Frühstück an Bord vorgesehen und wir genießen Ham & Eggs, Kaffee & Tee. Die Flottille ist so motiviert, dass wir, als wir um 09.05 ablegen, schon die letzten an der Mole sind.



Unser Ziel ist Katakolon, ein kleines Hafenstädtchen in der Nähe von Olympia. Da die Windverhältnisse nicht optimal sind, Motoren wir durch das wunderschöne Ionische Meer. Wir alle finden, dass Blinki eine dritte Chance verdient hat. Also starten wir wieder ein Angelmanöver und hoffen, dass diesmal ein Thunfisch an der Angel hängt. Allerdings nehmen wir nur mehr rund 200 Meter Leine, damit wir nicht mehr so viel einholen müssen. Wir werden halt bequem.


Der heutige Trip ist eher unspektakulär und so haben wir mal Zeit, griechische Sagen zu lesen. Wir wissen nun, dass der Name Peloponnes von König Pelops abstammt, der den Tod seines Schwiegervaters durch eine List beim Wagenrennen verschuldet hat. Nur so konnte er die schöne Tochter Hippodameia ehelichen.

Knapp vor Katakalon holen wir Blinki wieder an Bord. Wir bereiten uns schon auf ein Performancegespräch mit ihm vor, da bemerken wir, dass Blinki deutliche Bisswunden hat. Am Angelhaken entdecken wir sogar ein ganz kleines Stück frischer Fischhaut. Sofort tut es uns leid, dass wir Blinki unrecht getan haben. So nahe waren wir noch nie an einem Thunfisch dran. Davids Theorie zur Beute: „Wahrscheinlich waren wir zu schnell. Der Thunfisch hat Blinki nicht ganz erwischt und die Haken haben ihm die Wange aufgeritzt.“ David sichert die Beute (Fischhaut) in einem Stück Tape, damit er allen die Trophäe zeigen kann.



In Katakolon legen wir mit Buganker und Heckleinen an. Wir sind froh, dass wir so viel Kette haben, denn unsere beiden Skipper haben kleine Unschärfen beim Abschätzen von Entfernungen. Wir haben daher bei 3 Meter Wassertiefe knapp 60 m Kette gesteckt. Wir liegen auf jeden Fall sehr sicher. Der Fischerort ist eher eine Enttäuschung. Er besteht aus 3 Straßen (die parallel verlaufen) einem langen ungepflegten Sandstrand (auf dem zwielichtige Gestalten in Autos patrouillieren) und einem riesigen „Hauptplatz“  auf dem ein Jahrmarkt aufgebaut ist. Wir machen erste einen kurzen Strandtrip um zu schwimmen. Der Strand ist voll von Seesternen und leider auch von Quallen. Beim Abendessen treffen wir wieder auf die Crew der Hermes und wir nehmen die Einladung zu einem Absacker gerne an.





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