Flottillenausflug nach Monemvasia mit Flaggenparade ...

Heute haben wir nur einen kurzen Törn von rund 25 Seemeilen vor und deshalb gönnen wir uns einen Badestopp frei treibend mitten im Meer.  Wer glaubt, dass das vor der Flottille geheimgehalten werden kann, der irrt. Wir werden dabei von der Messalina erspäht und per Funk kontaktiert und von der Hermes sogar umrundet. Wir zeigen natürlich unsere Seemannschaft und salutieren vor dem Schiff des Commodore . Mit dem Dippen der Flaggen klappt es nicht ganz so gut, die bleiben wo sie sind.



Die Hermes hat uns im Visier
Gegen Mittag erreichen wir Monemvasia und wir haben Gelegenheit unser Können zu zeigen. Wir dampfen butterweich in die Heckleine ein und sind nahezu die ersten in diesem Hafen. Natürlich müssen Willi & David ihre besondere Qualifikation herausstreichen und auf Fragen von Sissi antworten sie gerne mit: „Frag nur, FB 2 lernt von FB3“. 

FB3 Skipper Willi & David

Gleich nach uns kommt Messalina & Hermes und es gelingt uns alle hintereinander längsseits an der Mole festzumachen. Speziell für das Strongbow Flottillen Foto J.

Die Crew der Messalina
Die Crew der Hermes
Strongbow Flottille

In der Marina bekommen wir eine besondere Attraktion zu Gesicht. Ganz knapp neben unseren Booten taucht plötzlich eine große Caretta Meeresschildkröte auf. Zuerst denken wir, dass das ein Jahrhundertmoment ist. Dann erzählt uns Renate, dass in dem Hafenbecken zwei Caretta Meeresschildkröten wohnen. Wir haben Glück und sehen die beiden immer wieder.



Wir können uns nicht gleich entscheiden, ob wir erst duschen und dann in die Stadt gehen oder erst in die Stadt gehen und dann Duschen und dann nochmal in die Stadt gehen ... unsere Teamreife zeigt sich in demokratischen Abstimmungen und Klarlegen von Standpunkten. Und wenn es mal eine Patt-Stellung gibt, dann übernimmt Jürgen die Rolle des externen Beraters.




Die Stadt Monemvasia ist eine besondere Sehenswürdigkeit.  Der Name der Stadt kommt von „moni emvasis“ was so viel bedeutet wie „der einzige Zugang“ zur Stadt. Sie liegt am Fuß eines 300 m hohen Felsens und ist ein idyllisches Plätzchen mit engen Gassen, byzantinischen Kirchen und vielen Tavernen. Ein gepflasterer Weg führt zu den Ruinen der Oberstadt, in der im 16. Jh die Adeligen wohnten.





Wir genießen den wunderbaren Ausblick und ein kühles Getränk, bevor wir uns wieder auf den Rückweg zu unseren Booten machen. In einer kleinen Taverne direkt am Strand essen wir griechische Hausmannskost. Das Pürree von gelben Bohnen schmeckt ausgezeichnet und wir wollen uns auch eine Flasche Malvasier Wein (der direkt von hier kommt) gönnen. Alle kosten und bestärken wie gut der Wein schmeckt, bis David das Kleingedruckte auf dem Etikett entziffert. Es ist gar keine Malvasiertraube, sondern ein guter griechischer Cuvee. Bevor wir die Rechnung bekommen wetten wir, welchen Betrag sie wohl ausmachen wird und was der Wetteinsatz ist. Sissis Vorschlag – der Verlierer ist einen Tag lang der Sklave der Showtime – rächt sich bitter, weil sie die Wette verliert.




Das entzaubert zwar ein wenig, geschmeckt hat er dennoch. Mit einer GinTonic Party auf der Showtime und Gästen der Hermes klingt der Abend aus.

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